Historie

Das in einer kleinen Gemeinde von rund 350 Einwohnern eine eigenständige Freiwillige Feuerwehr entstand, liegt einmal an der Weitläufigkeit des Hochschwarzwaldes.
Man konnte in der Zeit vor der Automobilisierung nicht auf fremde, weit entfernte Hilfe warten.
Außerdem waren die Bewohner des "Bläsiwald" von altersher an die Brandgefahr gewöhnt.
Die Holzhäuser und die mit Feuer arbeitenden Glasmacher veranlassten die Obrigkeit,
das Vorhandensein von "Feuerkübeln" vorzuschreiben.
Auch durch die Blasiwälder Glockengießerei Muchenberger, die auch Feuerwehrspritzen
und andere Feuerlöschgeräte herstellte, hatte das Feuerlöschwesen eine alte Tradition.

Den eigentlichen Anlass zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr gab im Jahre 1882 der Holzstoff-Fabrikant Freiherr Otto von Ulmstein, der wohl zunächst den Schutz seiner Fabrik an der Schwarza im Auge hatte. So war auch der erste Kommandant der neu gegründeten Wehr, Otto Schiefer, Werkmeister in der "Fabrik".

Die 24 Gründungsmitglieder waren nach militärischem Vorbild organisiert. Man sprach von einem "Corps", der Kommandant hatte den Rang eines Hauptmannes, ihm unterstanden ein Adjutant und zwei bis drei Leutnannts für die Rettungs-, Spritzen- und Wachmannschaften. Dieser Führungsstab, auch die "Chargierten" genannt, wurden von der Mannschaft gewählt. Ebenso der "Verwaltungsrat", der aus 6-8 Mitgliedern bestand, der Kassier und die Obermänner.

Man gewinnt aus dieser Aufstellung auch einen Eindruck von der damaligen Ausrüstung. Die persönliche Ausrüstung, die aus Helm, Gurt Beil, Notleine und Uniformrock bestand, musste jeder aus eigenen Mitteln finanzieren. Voraussetzung zur Aufnahme war außerdem, dass man gut beleumundet war und das Mindestalter von 16 Jahren hatte.